Kein Fußbreit den rechten Hetzern!

Aufruf zur Demonstration gegen den PEGIDA-Aufmarsch


01.02.2015

Einmarsch im Irak, Bomben auf Gaza, „Friedensmissionen“ in Mali und Zentralafrika- die letzten Jahre sind geprägt von Feldzügen des Westens gegen den angeblichen islamistischen Terror.

 

 

 

Dieser Feldzug wird jedoch nicht nur in Afrika und im Nahen Osten geführt, sondern auch in Europa selbst. Migrantinnen und Migranten sind die Sündenböcke der Politiker und werden für gesellschaftliche und soziale Probleme verantwortlich gemacht. Wir lehnen diese Hetze, die von

der FPÖ, Bewegungen wie PEGIDA oder HoGeSa aber auch von etablierten Medien getragen wird, ab und stellen uns klar dagegen!

 

Frauen werden auf offener Straße oder in der Straßenbahn, etc. angegriffen und beleidigt, weil sie ein Kopftuch tragen. Moscheen werden angegriffen und selbst muslimische Kindergärten sind vor Attacken nicht mehr sicher. Es ist an der Zeit diesen Angriffen etwas entgegen zu setzen! Wir machen regelmässig Aktionen auf der Straße, verteilen Flyer und veröffentlichen Artikel zum Thema. Noch nie war es in einer Frage wichtiger sich klar auf die Seite der Unterdrückten zu stellen.

 

Deshalb sagen wir: „Je ne suis pas Charlie!“ Wir sind nicht Charlie! Wir unterstützen die islamfeindliche, sexistische und rassistische Hetze die dieses Magazin verbreitet hat und noch immer verbreitet nicht. Das ist auch nicht die Pressefreiheit, die wir verteidigen und schützen! Stattdessen solidarisieren wir uns mit den abertausenden Menschen in Afrika und im Nahen Osten, die durch die Angriffe der USA oder der EU (allen voran Frankreich) sterben mussten. Dass der Widerstand in der

Bevölkerung gegen diese Angriffe so gering war liegt unter anderem auch daran, dass solche Karikaturen wie die von Charlie Hebdo, die imperialistische Propaganda unterstützen.

 

Wir sprechen uns auch gegen gesetzliche Maßnahmen aus, wie z.B. Ausreiseverbote für Jugendliche, Verschärfung von bestehenden Gesetzen (z.B. bei Verhetzung) aber auch dem geplanten Islamgesetz aus. Besonders das Islamgesetz trägt zur Diskriminierung von Moslems bei und erlaubt dem Staat durch schwammige Formulierungen Repressionsmaßnahmen gegen muslimische Organisationen die den Widerstand gegen das bestehende System mittragen. Genauso verteidigen wir das Recht, ein Kopftuch zu tragen- auf der Straße und im Sportunterricht.

 

Deshalb rufen wir dazu auf am 2.Februar auf die Straße zu gehen. Wir dürfen den Hetzern von PEGIDA keinen Platz in unserer Gesellschaft für ihr rückschrittliches Gedankengut lassen. Islamfeindlichkeit und Hass auf Migrantinnen und Migranten darf kein Raum gegeben werden. Es gibt

kein Recht auf Nazipropaganda!

 

Deshalb:

Alle gemeinsam am 2.Februar um 16:00 zum Museumsplatz!

Verteidigen wir unsere Rechte als Menschen, verteidigen wir unser Recht auf Religion!

Verhindern wir den Aufmarsch der rechten Hetzer!

 



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