Aufruf zum Aktionstreffen am 08. Februar

Gleiche Rechte für Muslime - Wie geht es weiter?

04.02.2015

 

Was ist bisher passiert?

Ende des Jahres 2014 hat sich die Bewegung PEGIDA ( Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) in Deutschland gegründet. In ganz Deutschland gingen, und gehen immer noch zehntausende Menschen fast wöchentlich auf die Straße. Dass sich unter den PEGIDA Demonstranten aber auch Neonazis, Rechtsextreme und Partei-AktivistInnen der rechtsradikalen, knapp an dem Verbotsgesetz kratzenden NPD, sowie der AfD befinden ist  den „Führern“ natürlich unbekannt, bzw. wird hier ein Auge zugedrückt.

 

Anfang des Jahres 2015 kam die Bewegung auch nach Österreich und anderen EU-Ländern. Für den 02.02. hat PEGIDA Wien einen „Spaziergang“ durch die Wiener Innenstadt angemeldet. Sofort wurde eine Gegendemonstration organisiert und groß hin mobilisiert. Ca. 5-6 tausend Menschen, darunter viele Moslems, demonstrierten zwei Stunden vor Beginn der PEGIDA-Demo friedlich, jedoch laut und entschlossen gegen die rechten Hetzer. Direkt auf der Freyung versuchten Antifaschistinnen und Antifaschisten PEGIDA den Weg durch eine Blockade zu versperren. Dieser Plan ist aufgegangen und nach einer Stunde PEGIDA-Action war der Spuck auch wieder vorbei – und das ohne Demonstration. Von FPÖ-AktivistInnen, Identitären, Eisern Wien (Zusammenschluss von Rapid Wien- und Austria Wien-Hooligans), bishin zu Leuten die Hitergrüße machten und Reichsflaggen zeigten war alles was sich als rechts bezeichnet vertreten. Noch dazu hat sich bewahrheitet, was Eisern Wien (erkl. weiter oben) angekündigt hatte: nach der Demonstration wurde ein Lokal (B1) angegriffen, in dem sich zu diesem Zeitpunkt AntifaschistInnen und MigrantInnen befanden. Eine weitere Antifaschistin wurde verfolgt und krankenhausreif zusammengeschlagen. Solche Angriffe müssen wir verhindern!

 

Wie geht es jetzt weiter?

Es kann leicht sein, dass PEGIDA versucht noch mehr rassistische, islamfeindliche Demonstrationen, bzw. wie sie es nennen „Spaziergänge“, zu machen. In diesem Fall werden wir uns jedes weitere Mal gegen diese Hetzer stellen, und versuchen, die Verbreitung ihrer islamfeindlichen Stimmung unmöglich zu machen. Auch wenn PEGIDA nicht weiter-demonstriert werden wir nicht aufhören, für die Rechte unserer muslimischen Geschwister zu kämpfen! Wir werden weiterhin gemeinsam mit Moslems aktiv sein, Veranstaltungen organisieren, Flyer verteilen, Infotische machen bis hin zu Kundgebungen und Demonstrationen organisieren. Alle Menschen, die für Gleichberechtigung, Toleranz, sowie gegen Rassismus und Islamfeindlichkeit stehen, sollen mithelfen, damit die Hetze gegen Moslems aufhört, und unsere muslimischen Schwestern und Brüder nicht länger gegenüber Menschen anderer Religionen benachteiligt werden. Doch nicht nur PEGIDA schürt den Hass. Auch auf höchster Ebene, vom Staat, werden die Rechte von Moslems beschnitten, zum Beispiel durch das geplante Islamgesetz. Deswegen stehen wir nicht nur gegen die bürgerliche Hetze von PEGIDA, sondern auch gegen das vom Staat geplante Islamgesetz oder ähnliche Pläne, welche die Unterdrückung von Moslems noch mehr verstärkt.

 

Was tun?

Organisier‘ dich mit uns und hilf uns für die Rechte von Moslems zu kämpfen. Die Demonstration gegen PEGIDA war nur der Startschuss zu einer Protestbewegung von Muslimen und Nichtmuslimen gegen islamfeindliche Hetze!

 

 

Komm zum Aktionstreffen „Gleiche Rechte für Muslime – Wie geht es weiter?“

Wann: Sonntag, 08.02. ab 15 Uhr

Wo: In unserem Lokal, Füchselhofgasse 6, 1120 Wien (Nähe U4 Meidling Hauptstraße und U6 Niederhofstraße)

 

Kontakt:

Tel.Nr.: 0676/6463679 (Marek)

FB: Gleiche Rechte für Muslime (facebook.com/KeineMuslimhetze)

 

Wir freuen uns auf dein Kommen!


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