Nieder mit der Militärdiktatur in Ägypten!

Bericht der Revolutionär-Kommunistischen Organisation BEFREIUNG zur Demonstration gegen das Militärregime in Ägypten, 5.5.2014, www.rkob.net

 


Am 4. Mai demonstrierten in Wien erneut rund 300 ägyptische MigrantInnen gegen die Militärdiktatur von General Sisi. Der traurige Anlass war das Massentodesurteil gegen 683 Menschen, die der Mitgliedschaft bei der Moslembruderschaft und der angeblichen Beteiligung an der Tötung eines einzelnen Polizisten (!) im August 2013 beschuldigt wurden.

 

Die RKOB verurteilte von Anfang an das das durch einen Putsch am 3. Juli 2013 an die Macht gekommene Militärregime. Wir nehmen daher seitdem regelmäßig an den Protesten der ägyptischen Gemeinde teil. Daher wurden wir auch diesmal von der ägyptischen Gemeinde zur Demonstration eingeladen und nahmen mit einer Delegation an dem Protest teil.

 

Ibrahim Ali, der Organisator der Demonstration, verurteilte in seiner Rede scharf die Unterstützung der USA und der EU für das ägyptische Regime von General Sisi. Er betonte die Notwendigkeit des breiten Zusammenschlusses über politische und religiöse Grenzen hinweg, um die Militärdiktatur zu stürzen.

 

Michael Pröbsting, internationaler Sekretär der RCIT (die internationale Organisation der RKOB), betonte in seiner Rede bei der Auftaktkundgebung die Heuchelei der US-amerikanischen und EU-Propaganda für „Menschenrechte“. Er wies auf die massive finanzielle Unterstützung Washingtons für den Apartheid-Staat Israel und das Militärregime in Ägypten hin. Ebenso wies er auf die Unterstützung der USA und der EU für die, durch einen Umsturz im März an die Macht gelangte, rechte Regierung in der Ukraine hin, an der auch Faschisten beteiligt sind. Er gedachte dem sozialistischen Borotba-Aktivisten Andrej Brazhewskij und zahlreichen anderen Opfern des faschistischen Terrors bei einem Brandanschlag in Odessa am 2. Mai.

 

Johannes Wiener, Sprecher der RKOB, hielt bei der Abschlusskundgebung vor der US-Botschaft zwei Reden (jeweils in deutscher und englischer Sprache). Darin betonte er die Notwendigkeit der internationalen Solidarität mit den Befreiungskämpfen des syrischen und des palästinensischen Volkes. Ebenso wies er darauf hin, dass der US-amerikanische Imperialismus – entgegen seiner heuchlerischen Propaganda – der größte Kriegsverbrecher der jüngeren Vergangenheit ist.

 

Bilder der Demonstration sowie Videos der Reden von Michael Pröbsting und Johannes Wiener finden sich auf der RKOB-Homepage