Wir sind RED REVOLUTION!

Warum wir uns umbenannt haben

Im Sommer 2011 haben wir die Jugendorganisation Rote Antifa gegründet. Wir waren einige junge Genossen und Genossinnen, die gerade aus der Jugendorganisation REVOLUTION bürokratisch ausgeschlossen wurden. Auch wenn wir noch sehr klein waren, waren wir uns bewusst, dass unsere Politik richtig war. Gemeinsam mit unserem Kampfpartner, der RKOB, wendeten wir die Lehren Marx, Engels, Lenins und Trotzkis auf die neue revolutionäre Periode, die mit der Weltwirtschaftskrise 2008 einsetzte richtig an. Die Richtigkeit unserer Prognosen und unsere Taktiken, von REVOLUTION und der LFI kritisiert, wurden von der Wirklichkeit bewiesen. Jede neue Periode des Kapitalismus führt zu einem Umgruppierungsprozess im politischen Leben. Bisher relativ verborgene Schwächen oder Stärken einer Organisation oder einzelner Aktivisten und Aktivistinnen brechen, durch die neuen Wendungen der Geschichte, hervor und treiben die Organisation in eine neue Richtung. Für die ArbeiterInnenbewegung und all jene die sich auf den Marxismus berufen heißt das, dass sie vom revolutionären Kommunismus (in Theorie und Praxis) angezogen oder abgestoßen werden.

 

Diverse Gruppen, wurden im Feuer des Klassenkampfes nach links, hin zum revolutionären Kommunismus getrieben. Viele hingegen, insbesondere jene, die in ihrer Mehrheit aus Einzelpersonen bestehen, die nicht Teil der Arbeiterklasse sind ( viele Studenten, Menschen aus der Mittelschicht, Intellektuelle,…), oder zu ihren privilegiertesten Schichten gehören, wurden durch eben jenes Feuer und das Gegenfeuer der bürgerlichen Schreiberlinge nach rechts gestoßen.

 

Eindrucksvoll kann man diese Entwicklung an den Ereignissen in Großbritannien im August 2011 sehen. Die untersten Schichten der Arbeiterjugend, insbesondere die migrantischen und schwarzen Jugendlichen, wagten den Aufstand gegen die verhasste Polizei, die einen von ihnen ermordet hatte. Durch die gesamte bürgerliche Presse ging ein Aufschrei. Von „Vandalen, Hooligans und Randalierern“, die nur „plündern und Krawall machen wollen“, war die Rede. Die modernsten Überwachungstechniken des bürgerlichen Staates und 16 000 Polizisten mussten eingesetzt werden um „ein paar hundert Jugendliche“ aufzuhalten. Jedoch selbst nach „offiziellen“ bürgerlichen Angaben beteiligten sich mehr als 30 000 Menschen an den Aufständen. Die Zentristen (das sind Kräften, die nur in Worten für die Revolution sind und in Wirklichkeit sich an Sozialdemokratie und Gewerkschaftsapparat anpassen) von IST, IMT und CWI empörten sich über die Gewalttätigkeiten der Jugendlichen. Die wirklich vollkommen wertlose stalinistische Jugend Großbritanniens, gab sogar den bürgerlichen Medien die Schuld an den Aufständen, „weil sie zu viel über die Revolutionen in den arabischen Ländern berichten würde“. Doch auch REVOLUTION und die LFI, spielten nicht mehr als das linke Schild dieses Haufens. Sie verurteilten das Plündern nicht (worauf sie sehr stolz waren), gaben aber dem öffentlichen (kleinbürgerlichen) Druck nach und meinten, das einige Aufständische „vor allem politisch und andere vor allem kriminell“ waren. Weiteres trauten sich die Aktivisten und Aktivistinnen von REVOLUTION, obwohl sie zur gleichen Zeit nur einige Kilometer von London ein Sommercamp hatten, nicht in die Arbeiterviertel Londons um durch Taten mit der „Arbeiterjugend gegen die Polizei zu kämpfen“. (obwohl das übrigens der Titel eines ihrer zentralen Artikel zu diesen Ereignissen war). REVOLUTION und die LFI zeigten so recht praktisch, dass sie auf die Seite des Zentrismus übergegangen waren, und dass guter Wille und ein revolutionäres Programm offenbar nicht vor der Degeneration (Wegentwicklung von einer konsequent revolutionären Linie) schützt. Denn Theorie und Praxis müssen eine Einheit bilden.

 

Doch zurück zu RED REVOLUTION und der Weltrevolution. Wir benennen uns um, weil wir gewisse Erfolge in unserer Arbeit verzeichnen konnten. Wir setzen uns nicht das Ziel nur in Österreich eine revolutionäre Organisation der Arbeiterjugend aufzubauen, sondern in so vielen Ländern der Welt wie möglich! Gerade weil wir bestrebt sind, dieses Ziel zu erreichen (und gewisse Erfolge auf diesem Weg verbuchen konnten) wollen wir uns einen „mehr internationalistischen“ Namen geben als Rote Antifa (deren Verwendung auf den deutschsprachigen Raum beschränkt ist). Wir wollen praktisch zeigen, dass Internationalismus für uns keine leere Floskel, sondern gelebte Wirklichkeit ist. RED REVOLUTION sagt klarer als die meisten Namen die man sich geben kann aus wofür wir stehen - für die rote, somit die sozialistische Weltrevolution!